Historie

Wie ist VERA entstanden ?

 
VERA wurde von zahlreichen Aktiven gegründet, die auf dem Tempelhofer Feld Projektarbeit gemacht, das Volksbegehren getragen und die Fahne der Partizipation hochgehalten haben.

2 Ereignisse waren für die Entstehung von VERA von wesentlicher Bedeutung:
 
 
Das erste Ereignis war ein Fall von Steuerhinterziehung. Anfang Februar 2014 wurde der Fall des damaligen Berliner Staatssekretärs für Kulturelle Angelegenheiten bekannt und der Umstand, dass sein Dienstherr dies seit mehr als einem Jahr gedeckt hatte. Dienstherr war Klaus Wowereit, der Berliner Regierende Bürgermeister, der auf der einen Seite für „sparen, bis es quietscht“ bekannt war. Auf der anderen Seite jedoch verantwortete er Berlins höchsten Verschuldungsgrad aller Zeiten und Steuerverschwendung für Großprojekte wie den Berliner Hauptstadtflughafen BER in Milliardenhöhe, als gäbe es kein Morgen.

Hieraus entstand eine Außerparlamentarische Initiative, die den Rücktritt von Klaus Wowereit forderte und ein Volksbegehren für Neuwahlen in Berlin startete. Die am Häufigsten gestellte Frage an die Initiative war: „Was ist denn die Alternative, jede Partei macht doch, was sie will ?“

Die Alternative kann derzeit – trotz vieler Bestrebungen zu mehr Direkter Demokratie – nur im Parlament aufgezeigt werden, dem Ort, an dem Parteien den politischen Willen bilden.
 
 
Das zweite Ereignis waren die Umstände, die zum Volksentscheid über das Tempelhofer Feld geführt haben. 2 Jahre harter Arbeit mit einem für Zivilgesellschaft außerordentlichen Engagement und Einsatz von Ressourcen fanden am 25.05.2014 ihr Ende in einem erfolgreichen Volksentscheid. Gleichwohl ist es per Berliner Verfassung möglich, dass das Parlament einen solchen Entscheid binnen weniger Tage wieder Ändern oder Stornieren kann.

VERA wurde eigens auch für die Notwendigkeit gegründet, Volksentscheide im Parlament besser abzusichern in einem politischen Umfeld, das sehr eigene Vorstellung des Wortes „Beteiligung“ hat.
 
 

Warum eine neue Partei ?

 
Geh‘ mir weg mit Parteien“ oder „Ich muss erst einmal schauen, ob Ihr nicht verkappte Rechte seid“ oder „Wir brauchen nicht noch mehr Parteien„. Das sind die häufigsten Äußerungen von Passanten, die VERA an den Infoständen anspricht. Dies zeigt gleichzeitig die ganze Arbeit etablierter Parteien: Sie haben es geschafft, Ängste zu wecken und Vorbehalte zu schüren um die Sicherung ihres Machterhaltes willen.

Das Ziel der Gründungsmitglieder war eine „Alternative für einen neuen Politikstil fern von Dogmen“ (Tagesspiegel). In den etablierten Parteien war dies nach Einschätzung der Gründerinnen und Gründer nicht möglich. Die Notwendigkeit, verkrustete Strukturen aufzubrechen, braucht den Willen der Beteiligten und kostet viel Kraft.

Daher war die Gründung einer neuen Partei die naheliegende Lösung. Auch dies bedeutet viel Arbeit, Kraft und Ausdauer. Indes: der Wille zur Änderung ist vorhanden und die Einsicht, dass in Zukunft nur in Gemeinsamkeit und Miteinander die Herausforderungen künftiger Politik gemeistert werden können: „im Bewusstsein für die Erfordernisse politischer Weiterentwicklung und politischen Handelns auf Basis eines prinzipiellen weltethischen Leitmotivs“ (Präambel der Satzung).

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